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Goodbye Blues - Albenreviews
Goodbye Blues
von The Hush Sound
von The Hush Sound
- Genre
Indie / Piano Rock - Produzent
Kevin Augunas - Release
03.2008 - Gesamtlänge
40:04 - Bewertung

- Review
Auch wenn sie beim selben Label unter Vertrag stehen: Wenn die Internet-Fanbase behauptet, dass die bisher bekannten Sounds der anderen Band so klingen, wie man selbst, dann hat man entweder die Option, das eigene Nachfolge-Album nach dem neuen Album der anderen Band herauszubringen und damit als Plagiat zu gelten oder aber man veröffentlicht sein eigenes Album ein paar Tage zuvor und gilt für die Kenner immer noch innovativ.
The Hush Sound entschieden sich für die zweite Option und brachten "Goodbye Blues" ein paar Tage vor "Pretty. Odd." von Panic at the Disco auf den Markt, vielleicht mit dem Ziel neben den netten und guten Songs des Vorgängers "Like Vines" nun auch ein paar mehr mit Hit-Potential zu schreiben. Dass die Jungs und das Mädel eben solches Material auch zu schreiben, bewies die Vorab-Single "Honey", welche mit einer eingängigen Hook den Sound des alten Albums einfing und dennoch frisch und liebevoll wirkte. Doch schaffen The Hush Sound diese Qualität auch auf ein komplettes Album?
Auf den ersten Blick macht es durchaus den Eindruck, "Medicine Man" beispielsweise, macht sehr viel Spaß und erinnert streckenweise an das verdammt gute Material von den Scissor Sisters. Auch "The Boys Are Too Refined" überzeugt durch eine verspielte Piano-Hook und setzt sich sofort im Ohr fest. Spätestens hier fällt auf, dass das erste Drittel des Albums deutlich Greta Salpeter gehört, denn sie darf bei jedem Song dieses Drittels die Lead Vocals singen.
Bei "As You Cry" darf dann Bob Morris zum ersten Mal den Hauptteil singen und überzeugt in einem an Southern Rock angelegten Song, der spätestens im Refrain den üblichen "Hush Sound" prägt. Ein typischer Mitreißer, der nicht ganz an die vorherigen von Salpeter rankommt, aber immer noch gut ist. Gleiches gilt für "Not Your Concern", der in eine ähnliche Kerbe schlägt oder das ruhigere "Hospital Bed Crawl", was auch die einzigen drei Songs mit Morris an den Lead Vocals sind.
Bei den restlichen Songs darf dann wieder Salpeter ran, mal klingt sie liebevoll, mal eher verrucht, aber immer klasse. Gravierend unterscheiden sich die Songs nicht voneinander, jeder Song hat einen absoluten Wiederkennungswert für die Band an sich, aber kaum als eigenständiges Stück. "Molasses", "Love You Much Better" oder "Break The Sky" sind wunderbare Lieder, ein wenig mehr Individualität wäre aber auch schön gewesen, dennoch machen sie viel Spaß und sind immer hörenswert. Besonders gut wirken aber auch bei diesem Album wieder die gefühlvolleren Stücke wie "That's Okay" oder "Hurricane", bei denen die Details der Instrumentierung klar und deutlich wirken.
Insgesamt überzeugt das Album mehr, als der Vorgänger, weil doch qualitativ bessere Songs geschrieben und eingespielt worden. "Honey" und "Medicine Man" haben absolutes Hitpotential und "Six" ist ein wunderschönes instrumentales Pianostück, welches einfach nach Gefühl schreit. The Hush Sound beweisen, dass man sich auch mit dem dritten Album noch deutlich verbessern kann!
- Tracklist
01. Intro (01:29)
02. Honey (03:39)
03. Medicine Man (03:23)
04. The Boys are Too Refined (03:17)
05. Hurricane (03:12)
06. As You Cry (03:24)
07. Six (Interlude) (02:22)
08. Molasses (03:51)
09. That's Okay (03:18)
10. Not Your Concern (02:57)
11. Love You Much Better (03:17)
12. Hospital Bed Crawl (02:36)
13. Break the Sky (03:19) - Links
Offizielle Homepage von The Hush Sound
Offizieller MySpace von The Hush Sound
geschrieben von Viddy


